4 Tage – 4 Länder

Wie viele Tage braucht man um vier Städte in vier verschiedenen Ländern zu besuchen? Richtig! Es sind 4. Wien bietet eine gute, schnelle und kostengünstige Bahnanbindung an die Slovakei, Ungarn und Slovenien und liegt selbst in Österreich. Die Ostertage reichen also aus für 4 kleine Abenteuer…

Tag 1 – Land 1: Bratislava
(30.03.2018)

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Eigentlich begann die Reise bereits am Abend des 29.03. Da das Flugzeug um 7:20 Uhr starten sollte und entsprechend um 6:50 Uhr das Boarding startete, ging es einen Abend zuvor ins Hotel. Eigentlich gibt es einen Shuttle-Service zum Flughafen, aber aufgrund des Feiertags gab es den nicht. Also ging es um kurz vor 6 zu Fuß zum Flughafen. Die Lage des Hotels eignete sich gut dafür. Nach nur ca. 15 Minuten war der Flughafen erreicht. Unterwegs sah ich sogar einen Fuchs, also ich glaube zumindest es war ein Fuchs. An der Sicherheitskontrolle war es komplett leer und ich hätte problemlos eine halbe Stunde später los gehen können. Und dann ging es im fast ausgebuchten Flugzeug wieder los. Alle versuchten all ihr Gepäck in die Ablage zu quetschen, es dauerte und dauerte. Mit 10 Minuten Verspätung ging es dann endlich ab in die Luft. Nach pünktlicher Landung hieß es dann, Fahrkarten am ÖBB Automaten abholen. Zwar ging der Flug nach Wien, und dort würde auch die Basisstation sein, aber es sollte an 3 der 4 Tagen mit dem Zug weiter gehen. Warum sind an so Automaten eigentlich immer dann lange Schlangen, wenn man an ihnen ankommt? Dennoch, wenig später hielt ich meinen Ticket-Stapel in den Händen. Jetzt hieß es nur noch auf den Zug warten. Zuerst ging es zum Wiener Hauptbahnhof und von da aus weiter nach Bratislava. Somit war die Slovakei das erste Land. Vom Bahnhof aus ging es in Richtung Stadt. Immer der ausgezeichneten Beschilderung nach, kam ich dann an der Burg an. Von dort aus hat man vor allem wunderbare Ausblicke auf die Stadt und die Donau. Irgendwo konnte man auch eine Fabrik sehen, aus einem der Schornsteine kamen gut sichtbare Flammen. Auch auf die „UFO-Plattform“ konnte man Blicken. Natürlich durften auch ein paar Souvenirs nicht fehlen und so wanderte das ein oder andere in die Tasche. Es ging weiter in die schöne Altstadt mit kleinen, verwinkelten Gassen. Eines der Highlights neben diversen Figuren, die überall zu finden sind, der „Mann bei der Arbeit“. Dabei handelt es sich um eine Bronzene Figur eines Arbeiters, der gerade aus einem Kanal herausguckt. Damit ihn auch niemand übersieht, schließlich „liegt“ er ja quasi auf dem Boden, gibt es ein Achtung-Schild. Über eine Art Promenade gelangt man dann zum Ufer der Donau. Nach einem kleinen Spaziergang am Fluss ging es nochmal durch die Altstadt und schließlich zurück Richtung Bahnhof. So war nach etwa 5 Stunden das Abenteuer Bratislava vorbei. Mit dem Zug ging es zurück nach Wien. Nach nicht mal 1,5 Stunden war die Station Wien Praterstern erreicht. Nur wenige Minuten später kam ich am ibis Budget Wien Messe an. Zeit das Zimmer zu beziehen und die Tasche für den nächsten Tag vorzubereiten.

Tag 2 – Land 2: Budapest
(31.03.2018)

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Mit der S-Bahn ging es um 07:21 Uhr los. Zunächst Richtung Wien Hbf. Dann weiter mit dem Rail Jet nach Budapest. Im Zug gab es Verwirrungen mit den Sitzplätzen. Wie kann man davon ausgehen, dass man auf dem richtigen Platz sitzt, wenn man nicht mal weiß, wo man die Platznummern findet? Sehr seltsam oder? Also sagt man einfach: „ja dann haben sie wohl nur einen Platz reserviert statt zwei, denn bei mir steht das gleiche.“ Nein! Es war nicht das gleiche! Der Wagen ist der gleiche, logisch, der Platz aber nicht. Der Schaffner konnte die Situation aufklären. „Wir sind 4 Leute“ meinten die zum Schaffner, der zurück „sie haben auch 4 Plätze“. Gegen 11 Uhr war die Donau in Budapest erreicht. Wie schon am Tag zuvor sahen die Gebäude auf dem Weg vom Bahnhof in Richtung „Touristengebiet“ nicht sehr einladend aus. Während der Zugfahrt, bei der man an Feldern vorbei fuhr, auf denen die Häschen fröhlich hoppelten und die Rehe friedlich grasten, zogen mit und mit mehr Wolken aus. Aber es blieb trocken und sogar recht warm. Zuerst ging es auf einen Berg. Unzählige stufen und Schritte bergauf. Dafür wurde man mit einem wundervollen Blick über Budapest belohnt. Erst zwei Stunden später erreichten ich die Burg Buda. Auch in diesem Areal, was nicht nur eine Burg, sondern ein Promenade auf der Essen verkauft wird, einen ganzen Burghof und eine Altstadt sowie einen Platz, an dem sich in Zelten die Souvenirläden aneinander reihen, umfasst, kann man gut und gerne 2 Stunden verbringen. Wahrscheinlich sogar deutlich mehr. Ein Regenschauer sorgte zwischenzeitlich für etwas nässe, war aber auch schnell wieder vorbei. Zumindest dachte man das. Wenig später begann es ohne Ende zu Regnen. Aber was soll’s, wofür gibt es Regenjacken? Das Gebiet rund um die Burg war wirklich sehr schön. Alles was danach kam, ging jedoch auch ein wenig im Regen unter. An der Donau Promenade ging es weiter, dann über die Brücke zurück auf die andere Seite. Vorbei am Parlament, an den Schuhen und Richtung Bahnhof. Im Zug angekommen war alles, wirklich alles, nass. Die Rückfahrt verlief recht ruhig, es war auch kaum jemand im Zug. Gegen 20:30 Uhr war ich zurück im Hotel in Wien. Dann war erstmal Sachen zum trocknen ausbreiten angesagt. Noch eine lustige und gleichzeitig dumme Geschichte aus Budapest… Am Automaten wollte ich Geld abheben, dort in Ungarn gibt es ja keinen Euro. Also wählte ich einen der vorgeschlagenen Beträge. Nur hatte der eine Null mehr als geplant. Statt 10.000 waren es 100.000. Das merkte ich, als der Wechselkurs angezeigt wurde. 300 und irgendwas Euro statt knapp über 30. Aber irgendwie gab es kein zurück an dem Automaten. Kurz darauf stand ich an einem Schalter und wechselte die überschüssigen 90.000 zurück. Die restlichen 10.000 wurden nahezu ausgegeben. Ja, auch mir können mal solche Dinge passieren.

Tag 3 – Land 3: Maribor
(01.04.2018)

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Wieder hieß es am Morgen einsteigen in den Zug. Nach kurzer Zeit begann die Fahrt durch die Alpen. Schneebedeckte Berge, frisch verschneite Bäume. Vorbei an Graz ging es über die Grenze zwischen Österreich und Slovenien. Maribor war das Ziel. Keine Plattenbauten und heruntergekommenen Bauten auf dem Weg vom Bahnhof in die Stadt. Vielmehr wirkt das ganze wie ein kleines Alpendörfchen, nur ein kleines bisschen größer. Was man dort jetzt 6,5 Stunden lang anfangen soll? Gute Frage! Aber schnell hört man auf das zu fragen. Maribor nimmt einem die Hektik, man wird entschleunigt, eins mit der Zeit. Die vergeht einfach und zwar genau so schnell, dass es genau richtig viel Zeit ist. Eben nicht zu viel und nicht zu wenig. Nach einer Runde durch die Stadt hieß es Souvenirs shoppen in der Touristeninfo. Eine weitere Runde durch die Stadt, weiter Richtung Stadtpark. Sonne, Natur, Seen, rundum Berge… Was könnte besser sein. Wie lange ich dort war? Keine Ahnung. Später ging es zum Fluss Drau. Von der anderen Uferseite hat man einen unfassbaren Blick auf den Alten Stadtteil Lent. Der Fluss lädt zu einem Spaziergang ein. Dann durch die Gassen und plötzlich ist man wieder an einem Platz, den man schon kennt. Eine letzte Runde durch die Stadt, weiter Richtung Bahnhof. Genau passend. Noch ein wenig warten, dann kommt der Zug, fährt dem Abend entgegen. Aber nicht ohne vorher der Sonne die Bühne zu überlassen für ein Farben-Zauber-Spiel mit den Wolken, dem blau des Himmels und dem Schnee auf den Bergspitzen. Der Tag war anders als die in Bratislava und Budapest, aber eine willkommene Abwechslung und Ruhepause.

Tag 4 – Land 4: Wien
(02.04.2018)

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Diesmal war kein Zug nötig. In Wien war ich ja schon. Nach den Auschecken ging es in die Stadt. Time Travel Vienna stand auf dem Programm. Am Vortag soll es Wartezeiten von bis zu 3 Stunden gegeben haben. Mit bereits vorher gebuchtem Ticket ist das aber alles kein Problem. Das war bereits der zweite Besuch und immer noch absolut empfehlenswert. Das Highlight immer noch die Zeitreise zu beginn. Nach einer ausgiebigen Tour durch die Innenstadt ging es zum Prater. Freizeitspaß war angesagt. Zuerst ein Besuch bei Madame Tussauds. Wo sonst empfängt man die Queen zur Audienz, ist man NachrichtensprecherIn oder regiert vom Oval Office aus? Bei strahlendem Sonnenschein macht es im Prater besonders viel Spaß. Außerdem garantiert dieses Wetter eine optimale Aussicht bei einer Fahrt mit dem berühmten Wiener Riesenrad. Wenn man nach der ganzen Ruhe mal was anderes braucht, ab in die Geisterbahn. Die war echt nicht schlecht und bot den ein oder anderen Schreckmoment. Wer danach was lustiges braucht, sollte in eines der lustigen Labyrinthe gehen. Dann fehlt nur noch eine Portion Zuckerwatte. Ein Tag ganz anders als die drei zuvor, aber sehr gelungen. Mit dem Flugzeug ging es zurück nach Düsseldorf…

Jul og nyttår i Norge

Nach Weihnachten am Strand ist es nur konsequent das nächste Weihnachten im tiefsten Winter zu verbringen. Schnee, kurze Tage, Dunkelheit, Kälte und ein paar tanzende Nordlichter inklusive. Und dazu ein kleines Weihnachtswunder auf einem kleinen Schiff. Ein Geschichte davon, wie der Zufall aus Fremden Freunde macht. Karin, Hartmut, dieser Reisebericht ist ganz besonders für euch auch wenn wir sicherlich auch so die unzähligen Abenteuer, die wir alleine und zusammen während unserer Zeit auf der MS Lofoten erlebt haben, vergessen werden.

Jul og nyttår i Norge – Dag 1
(23.12.2017)

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Bereits am Abend des 22.12.2017 saß ich an Board des Flugzeugs nach Oslo. Mit Verspätung ging es los, aber die kam an diesem Tag ganz recht, bedeutete sie doch weniger Wartezeit am Flughafen von Oslo. Dann irgendwann war es soweit, dass die Motoren des Flugzeugs zu Bestform aufdrehten. Wie ein 100m Läufer kurz vor dem Start warteten sie darauf, dann es endlich los ging. Volle Beschleunigung und dann, abheben. Wenig später stand die Landung auf dem verschneiten Osloer Flughafen an. Und dann hieß es warten. Um 23:40 Uhr fuhr der Nachtzug Richtung Trondheim ab. Mein Platz war bereits besetzt. Die Frau wollte neben ihrer Freundin sitzen, also ließ ich ihr den Platz und nahm stattdessen ihren. Und der musste natürlich in einem 4er sein. Um kurz vor 7 erreichte der Zug dann Trondheim. Nach einer Dreiviertelstunde warten im Bahnhof verstaute ich mein Gepäck im Schließfach und machte mich auf den Weg in die Stadt. Hell war es noch lange nicht, dafür konnte man die Weihnachtsbeleuchtung sehr schön sehen. Schnee lag zwar nicht viel, aber spiegelglatt war es an einigen Stellen. Natürlich gelang es mir auf dem Boden zu landen. Straße für Straße suchte ich mir meinen Weg durch die Stadt. So viele unterschiedliche Straßen hatte ich in Trondheim wohl noch nie gesehen. Gegen 10 Uhr wurde es langsam hell und es waren mehr Leute unterwegs, vor allem am Nidarosdom. Mein Hotel hatte ich in der Zwischenzeit auch schon entdeckt, lag es doch nur einen Steinwurf entfernt vom Dom. Gegen 11 Uhr befreite ich mein Gepäck wieder, schleppte es durch die halbe Stadt bis zum Markt und in McDonalds. Ja, ein Big Mac-Menü um 11:30 Uhr… anschließend versuchte ich mein Glück und probierte schon drei Stunden vor der eigentlichen Check-In Zeit ins Zimmer zu kommen. Die Nacht war kurz und das Wetter nass, zumindest wenn es gerade mal wieder einen Hagelschauer gab. Und glücklicherweise war mein Zimmer tatsächlich bereits bezugsfertig. Der Adventskalender den es in Norwegen immer in Form von 24 Episoden im Fernseher gibt, war in diesem Jahr passenderweise „Jul i svingen“. Die ersten Folgen davon hatte ich im Norwegisch-Kurs gesehen. Und schon hatte ich eine Beschäftigung für den Rest des Tages. Folge 1-16…

Jul og nyttår i Norge – Dag 2
(24.12.2017)

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Nå er det Jul! Um 9 Uhr gab es erstmal Frühstück. Ja, auch ein wenig Brunøst. anschließend standen die Weihnachtsfotos in Trondheim auf dem Programm. Ein bisschen blöd kommt man sich schon vor, wenn man vor dem Dom oder der Brücke oder dem großen Weihnachtsbaum am Markt mit Weihnachtsmütze steht, aber viele Leute waren ja nicht unterwegs. Aufgrund des deutlich besseren Wetters entschied ich mich hoch zur Festung zu gehen. Das stellte sich als sehr gute Entscheidung heraus. Dort lag etwas mehr Schnee, es gab eine wundervolle Aussicht und 4 riesige Adventskerzen. Gegen 12:30 Uhr war ich zurück am Nidarosdom. Und schon standen die ersten in der Schlange zum Einlass des Weihnachtsgottesdienstes. Um 13:00 Uhr sollte der Einlass beginnen, 14:00 Uhr der Gottesdienst. Also ab in die Schlange. Weihnachten im Nidarosdom ist schon was schönes, nicht nur weil man umsonst den Dom bewundern darf. Der Chor und sie Akustik im Dom sind schon was tolles. Die Weihnachtsgeschichte auf norwegisch zu hören war wieder einer dieser magischen Norwegen-Momente. Als hätte ich die Geschichte niemals zuvor in einer anderen Sprache gehört. Danach ging es zurück ins Hotezimmer, die letzten Folgen „Jul i Svingen“ warteten auf mich.

Jul og nyttår i Norge – Dag 3
(25.12.2017)

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Und noch einmal Frühstück im Hotel, Sachen holen und ab zum Hafen. Die MS Lofoten ruft. Karte erhalten. Sachen in die Kabine, eine Runde durch’s Schiff. Dann nochmal bis zum Bahnhof laufen und zurück an Bord. Im Shop ein Band für die Karte und einen Tee-Becher kaufen und dann nach draußen, es war fast 12:30 Uhr und das Schiff sollte ablegen. Aber es blieb einfach stehen. Was war denn da los? Der Bus mit den Gästen die beim Gottesdienst im Nidarosdom waren, war noch nicht zurück. Als dann endlich alle an Bord waren konnte es los gehen. Vorbei an Munkholmen begann die Fahrt Richtung Norden. Etwas später holte ich mir am Schalter die bereits zu Hause gebuchten Tickets für die Landausflüge. Wich schon zuvor bei einem Blick auf den Fahrplan vermutet, würde „Lofoten mit dem Pferd“ nicht stattfinden, aber gut. Der Himmel zeigte sich in vielfältigen Blau- und Rot-Tönen und am Nachmittag fuhren wir an dem 20m hohen Leutturm Kjeungskjær Fyr vorbei. Erste noch sehr schwache Nordlichter, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, zeigten sich. Die Wellen auf der offenen See-Passage brachten das Schiff dann ganz schön zum Schaukeln. Dass es dann auch noch ein Buffet mit unendlich viel Fisch und anderem Meeresgetier gab, war dann auch nicht sehr hilfreich. Den Rest der Geschichte kann sich jetzt jeder selbst denken. Als Tagesabschluß gab es noch einen Halt in Rørvik, wo wir neben dem Südgehenden Schiff anlegten.

Jul og nyttår i Norge – Dag 4
(26.12.2017)

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Um kurz vor 7 Uhr hieß es schnell was warmes anziehen und ab an Deck zur Überquerung des Polarkreises. Im Anschluss erstmal richtig fertig machen und Frühstücken. Vom Schiff aus war dann der Halt in Ørnes zu beobachten und für einige Stunden wurde es tatsächlich noch mal hell. Bevor es nach Bodø ging, stand die Polarsirkelsermoni auf dem Programm. Zunächst wurde der Sieger des Wettbewerbs gekürt, wie hatten um genau 07:07:07 Uhr (1 Person hatte diesen Tipp abgegeben) den Polarkreis überquert. Mein Tipp war 7:13:09 Uhr gewesen. Und dann gab es natürlich die Polarkreistaufe von Neptun und dem Kapitän. Dabei werden einem Eiswürfel in den Kragen gekippt. Erstaunlicherweise war es so kalt, dass die Eiswürfel selbst gar nicht mehr kalt waren. Dann, in Bodø, machte ich eine kleine Tour durch die Stadt. Nach einer Mittagspause ging es dann in den Abend. Zuerst ein halt in Stamsund. Hier konnte man einen schönen Spaziergang im Schnee machen, dann essen, und dann erste Nordlichter. Sehr viel stärker als am Tag zuvor. In Svolvær auf den Lofoten war eine Stunde Zeit. Die reichte gerade für eine kleine Runde durch den Ort und den Besuch der Icebar, Magic Ice, aus. Und dann ging es weiter in die Nacht und die Nordlichter wurden mehr und mehr… Wie man sie beschreiben kann? Nun, das ist nicht so einfach… Nordlichter sind unheimlich schön, fast schon zu schön um wahr zu sein. Erst sind sie ein weiß/grauer Schimmer, dann werden sie plötzlich stärker, farbiger, lebendiger. Sie schimmern grün, tanzen zu einer unhörbaren, überirdischen Melodie. Nur ein Blick auf sie reicht und sie haben jeden in ihren Bann gezogen, jeden verzaubert. Sie tanzen einfach am ansonsten schwarzen Nachthimmel. Wenn sich jemand fragt, warum man es sich antuen sollte mitten in der Nacht in der kälte der arktischen See zu stehen, umgeben von Dunkelheit, DAS ist der Grund. Da sind nicht nur unzählige Sterne, die am Himmel glitzern, da sind nicht nur weiße, Schneebedeckte Berge, da sind auch Nordlichter. In einem Strandurlaub würde man um diese Zeit wohl schon im Bett liegen und Träumen, vielleicht sogar von Nordlichtern, hier in der sternenklaren, kalten, arktischen Nacht, sind sie Realität. All diese Worte können Nordlichter nicht beschreiben. Man muss sie sehen. Und auch alle Bilder zeigen längst noch nicht alles.

Jul og nyttår i Norge – Dag 5
(27.12.2017)

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Einen Tag nach den fantastischen Nordlichtern ging es ereignisreich weiter. Am Morgen sicherte ich mir einen Platz bei der Brückenbesichtigung und so ging es mit 14 anderen auf die Brücke zum Kapitän. Später konnte man ein interessantes Naturphänomen beobachten. Die Luft war kälter als das Wasser und so stieg Wasserdampf vom Wasser in die Luft auf. Das sieht sehr faszinierend aus. Finnsnes war der erste Hafen in dem ich ausstieg. Eine halbe Stunde hatte man hier um einmal die Straße entlang und wieder zurück zu gehen. In Tromsø war da schon mehr Zeit. Allerdings ging es für mich nicht in die Stadt, sondern direkt in den Bus. Dieser brachte uns dann zu den Huskys. Bevor es zu den Schlitten ging, hatte man die Möglichkeit sich noch mit extra Kleidung auszustatten. Ein paar von uns verzichteten darauf, schließlich hatten wir uns auf dem Schiff schon so viel angezogen, dass wie uns kaum noch bewegen konnten. Noch eine Schicht mehr und wir hätten niemals alleine unsere Schuhe zubekommen. Es war eine wunderbare Schlittentour durch die Tief verschneite Landschaft. In meinem Schlitten, der von 9 Huskys gezogen wurde, saß ich alleine und konnte so die Fahrt im mittäglichen Sonnenuntergang ungestört genießen. Leider war die ca. 6km lange Tour irgendwann vorbei. Aber dann hatte man noch sehr viel Freizeit zur Verfügung, die man bei den Hunden, mit Kaffee und Kuchen oder mit dem Kaufen von Souvenirs verbringen konnte, ehe es wieder zurück zum Schiff ging. Leider hatte man dann nicht mehr genug Zeit, um sich Tromsø noch einmal anzusehen, aber der Ausflug hat sich wirklich sehr gelohnt. Am Abend gab es dann noch einen Stopp in Skjervøy.

Jul og nyttår i Norge – Dag 6
(28.12.2017)

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Nach einem Stopp in Havøysund ging es durch die engen Wege Richtung Honningsvåg. Manchmal wusste man gar nicht, wie das Schiff weiterkommen sollte, denn man konnte nur schneebedeckte Berge sehen, und das auf allen Seiten. Und dann plötzlich tat sich doch wieder ein Weg auf. Unmittelbar nach der Ankunft in Honningsvåg ging es zu den Bussen die uns zum Nordkapp bringen sollten. Alle earen schon bereit loszufahren, doch zwei Gäste fehlte noch. Eine der beiden Französinnen tauchte noch auf, die andere blieb verschollen, so ging es ohne sie Richtung Nordkapp. Das letzte Stück des Weges mussten dann alle Busse und Autos in einer Kolonne hinter dem Schneeschieber fahren. So ist es im Winter auf den schnee- und kurvenreichen Straßen vorgeschrieben. Am Nordkapp war nicht viel los, das Wetter perfekt. Nach einem Stopp im Shop, der traditionellen Karte, die ich mir vom Nordkapp immer selbst schicke und dem 3. Stempel für den 3. Besuch am Nordkapp, war ich insgesamt 3 mal an der Kugel. Zum Teil ganz alleine. Viele verbrachten einen Großteil der Zeit drinnen, z. B. in den Nordkapphallen. Draußen waren sie kaum und nachher meinten sie, es wäre viel zu wenig Zeit gewesen. Natürlich sind 1,5h nicht viel, aber letztlich ist es immer die Frage, wie man die Zeit nutzt. Dann ging es also zurück zum Schiff. In Kjøllefjord gab es dann noch einmal, tief verschneit, einen Zwischenstopp, ehe die Halte in Mehamn und Berlevåg wetter bedingt ausfielen.

Jul og nyttår i Norge – Dag 7
(29.12.2017)

7

Am morgen des 7. Reisetages erreichte das Schiff den Hafen von Kirkenes. Der Wendepunkt der Reise war erreicht. Ich nahm an einer Tour zur russischen Grenze Teil. Überqueren konnte man die Grenze leider nicht, aber bis zum Schild, welches den beginn der Schengengrenze zwischen Norwegen und Russland markierte, konnte man. Im Bus erzählte und die Reiseleiterin eine Geschichte, wie sie einmal beim Eisfischen versehentlich die Grenze überquert hatte. Der Fluss auf dem sie war, gehörte nämlich teilweise zu Norwegen und teilweise zu Russland. Direkt waren russische Grenzbeamte zur Stelle um sie darauf aufmerksam zu machen. Mit dem Bus ging es weiter zu einem Aussichtspunkt un zu einem Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg. Zurück am Schiff blieb noch eine Stunde Zeit. Das reichte aus, um einmal kurz in, durch und von der Stadt zurück zu laufen. Mit -18°C war dies der kälteste Tag unserer Reise und obwohl der nahezu Vollmond schon hoch am Himmel stand, während die Sonne es nicht auf unsere Seite der Erde schaffte, war es erstaunlich hell. Sobald wir ablegten, befanden wir uns nicht mehr auf der nordgehenden MS Lofoten, sondern auf der südgehenden. So ging die Reise weiter, oder auch zurück, jenachdem wie man es nennen möchte. Am Mittag gab es dann einen Stopp in der östlichsten Stadt Norwegend, Vardø. Dort war genug Zeit um einmal in den Ort und zu einem Hexendenkmal, welches jedoch nicht so leicht zu finden war, und der Festung zu gehen. Das Abendessen war heute sehr lustig. Für gewöhnlich saßen wir zu dritt an unserem Tisch. Heute war dann auch noch ein Asiate da. Naja, zumindest für eine kurze Zeit. Noch bevor es den ersten Gang gab, war er wieder weg, nachdem er nicht wirklich wusste, an welchem Tisch er denn eigentlich sitzen würde. Allerdings hörte es sich so an als würde er wiederkommen, daher wurde ihm ein Teller hingestellt. Er tauchte jedoch nicht wieder auf, also fragte der  Mann der immer am Tisch sitzt, ob er die Portion des Asiaten auch noch aufessen dürfte. Also aß er den Teller leer und stellte ihn anschließend wieder auf den Platz des Asiaten. Dann kam die Kellnerin von unserem Platz wieder und war ganz verwundert. Sie fragte, ob er jetzt schon wieder gegangen wäre. Wir meinten: „nein“. Dann war sie noch verwunderter und meinte: „aber er hat doch gegessen“. Darauf der Mann: „nein, ich habe das gegessen.“ Sie blickte uns sehr skeptisch an und wir konnten kaum aufhören zu lachen.

Jul og nyttår i Norge – Dag 8
(30.12.2017)

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Hammerfest stand auf dem Programm. Neben dem obligatorischen Besuch im Eisbären-Club, in dem ich ja schon seid dem letzten mal Mitglied bin, ging ich diesmal zur Kirche von Hammerfest. Zusätzlich verbrachte ich die zwei Stunden mit einer kleinen Pokemon-Jagd. Zurück an Bord erzählte Harald, der Reiseleiter, eine lustige Geschichte. „Einmal bei einer Schneescooter-Tour in Kirkenes, wo sie über einen zugefrorenen See gefahren sind, war ein 80-jährige Omi mit dabei. sie hatte scheinbar großen Spaß und heizte mit Tempo 120 über den See. An einer Stelle jedoch, kaum zu sehen, war eine Unebenheit. Man könnte auch sagen, es war eine Chance. Und die Omi fuhr direkt darauf zu. Und natürlich hob sie ab und flog mehrere Meter mit dem Schneescouter durch die Luft. Die Maschine war Schrott, der Omi ging es gut.“ Nach dem Abendessen hieß es Show Time in der Bar. Harald, der nicht nur Reiseleiter, sondern auch Hobby-Magier ist, zauberte uns was vor. Es war super lustig, ob durch den Zauberspruch „Wudu wudu wudu dudu dudu dudu“ Dinge verschwanden, oder durch „Dudu dudu dudu wudu wudu wudu“ wieder auftauchten oder aber eine Zeitung mit Wasser übergossen wurde und völlig trocken blieb, oder das Wasser aus der trockenen Zeitung zurück in ein Glas floss, es war genial. Am allerbesten war der Trick zusammen mit einer Reisenden. Harald machte für sie Magie, wir anderen konnten hingegen sehen, wie der Trick funktioniert. Sie musste eine Rolle Klopapier festhalten und Harald formte vor ihren Augen einen Ball aus ein paar Blättern Klopapier. Sie sollte nur auf ihn achten, und er ließ den Ball verschwinden. Sie war erstaunt, wir anderen brachen alle in schallendes Gelächter aus. Denn wir hatten gesehen, was ihr entgangen war. Harald warf den Ball schnell hinter sich und so landete der Ball auf dem Boden und die Hände waren leer. 3x hat er es gemacht, 3x hat sie es nicht mitbekommen, 3x wurde unser Lachen immer ungehaltener. Dann endlich entdeckte sie die Bälle auf dem Boden.

Jul og nyttår i Norge – Dag 9
(31.12.2017)

9

Um kurz vor Mitternacht legte das Schiff in Tromsø an, oder versuchte es zumindest. Der Abstand zwischen Schiff und Kai war noch riesig, aber nachdem zwischenzeitlich auch noch eines der Seile, die an den großen Tauen befestigt sind, gerissen war, stand das Schiff am Hafen und wir konnten von Bord. Es ging direkt zum Bus, der uns zur Eismeerkathedrale brachte. Dort fand das Mitternachtskonzert statt. Es war sehr sehr schön. Passend zur Jahreszeit gab es Weihnachtslieder. Die Akustik war super, Mikrophone wurden gar nicht benötigt. Um halb zwei legte das Schiff dann wieder ab. Risøyhamn und Sortland waren dann wenige Stunden Schlaf später meine ersten Stopps an diesem letzten Tag des Jahres. Nachdem der Schnee weiter im Norden schön trocken und dadurch super zum laufen war, war der Schnee hier sehr feucht und teilweise mehr Eis als Schnee. Später folgte der halt in Stokmarknes. Hier ist auch das Hutigrutenmuseum zu finden. Man hat zwar nur eine Stunde Aufenthalt, aber das reicht aus, um das kleine Museum zu erkunden. Dann nahm das Schiff Kurs auf Svolvær. Dort würden wir Silvester verbringen und gemeinsam ins neue Jahr starten. Um kurz nach 18 Uhr erreichten wir Svolvær und zu unserer Begrüßung wurde ein kleines Feuerwerk gezündet. Das war so schön und rührend. Irgendwie hatte ich vorher diesen Plan, irgendein schönes Plätzchen im Schnee zu suchen und von da aus das Feuerwerk zu beobachten. Aber es kam alles ganz anders, und das war auch gut so. Zwar war ich kurz draußen, aber durch den vereisten Boden war ich recht schnell auch wieder zurück auf dem Schiff. Um 20 Uhr begann unser Festessen. 5 Gänge und knapp zwei Stunden später saßen wir in der Schiffsbar. Und die nächsten Stunden, die letzen Stunden des Jahres 2017 und die ersten des Jahres 201 wurden wieder zu einem dieser Magic Moments. Eigentlich waren wir nichts anderes als ein Haufen Fremder. Nicht aber in diesen Stunden. Plötzlich waren wir ein Haufen Freunde. Als würden wir uns alle schon ewig kennen und als wäre es völlig normal, dass wir Silvester gemeinsam verbringen. Die 2 Stunden, die bis zum Jahreswechsel blieben waren so schnell vorbei, dass wir es kaum glauben konnten, als wir alle um kurz vor Mitternacht, mit einem Glas Champagner in der Hand, an Deck standen und gemeinsam die letzen Sekunden eines spannenden und aufregenden Jahres anzählten. 10…9…8…7…6…5…4…3…2…1…

Jul og nyttår i Norge – Dag 10
(01.01.2018)

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… von allen Seiten hörte man „Frohes neues Jahr!“, „Happy New Year!“, „Godt nyttår!“ Wir lagen uns in den Armen, wünschten uns alles Gute für 2018 und blickten in den Himmel zu dem Feuerwerk. Wahrscheinlich wird man die meisten, wenn nicht alle, nach dieser Reise nie wieder sehen. Aber eines werden wir alle für immer Teilen. Die Erinnerung an diese Reise und vor allem an diesen gemeinsamen Moment, Jahreswechsel an Deck der MS Lofoten im Hafen von Svolvær, als aus dem 31.12.2017 der 01.01.2018 wurde. Ich habe Silvester schon auf so viele unterschiedliche Arten und weisen erlebt, aber so noch nie. Und vielleicht ist das hier auch die passende Stelle einmal Danke zu sagen. Danke für den schönen Abend, die schöne Nacht und die gemeinsame Reise, die wir gemeinsam erlebt, aber auch überstanden, haben. Wer dabei war, versteht, wie ich das meine. Vor allem Danke Karin und Hartmut, nicht nur für die Cola ;). Also für alle die dabei waren und das jetzt lesen, denkt noch einmal zurück an diese so wunderbar verrückte Reise! Und weil uns allen Feuerwerk als Licht am Himmel nicht ausreicht, verbrachten wir zwischen 1:15 Uhr und 2:30 Uhr die Zeit an Deck um noch einmal das Nordlicht zu bewundern. Noch heute würden wir den Polarkreis wieder überqueren und die Arktis hinter uns lassen und so war es vielleicht unsere letzte Gelegenheit. Und wie könnte das Jahr besser beginnen als mit den unterschiedlichsten Lichtern, die sich an den dunklen Nachthimmel zaubern lassen. Nach wenigen Stunden Schlaf, beim Frühstück verhielten wir uns alle noch mehr oder weniger wie Zombies, versammelten wir uns um kurz nach 10 Uhr schon wieder. Dann überquerten wir den Polarkreis in südliche Richtung. Natürlich durfte auch hier die entsprechende Zeremonie nicht fehlen. In der Bar gab es diesmal auch keine Eiswürfel und man durfte sogar den Löffel behalten, den man vom Kapitän überreicht bekam. Na gut, man musste vorher essen, was auf dem Löffel war. Und das war natürlich was ganz „leckeres“. Lebertran. „Mjam mjam mjam mjam mjam“, wer dabei war versteht das schon (nicht war Harald 😉 ). Es folgten ein kurzer Stopp in Sandnessjøen und ein Spaziergang in Brønnøysund. Ja, es war eisig, aber wenn man sich auf jeden Schritt konzentriert, dann geht das schon. Am Abend in Rørvik musste man sich entscheiden, Abschiedsessen oder von Bord gehen. Ich entschied mich für letzteres. Mein Bedarf an Rentier war auch ehrlich gesagt längst gedeckt. Stattdessen ging es nach draußen, eine kleine Runde, Chips in einem kleinen laden kaufen und die nordwärts-gehende Hurtigrute Richard With besuchen. Das Schiff ist ganz klar eine ganz andere Nummer als die MS Lofoten. Und schon hatte das Jahr 2018 nur noch 364 Tage vor sich.

Jul og nyttår i Norge – Dag 11
(02.01.2018)

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Schon um 6:30 Uhr legte das Schiff wieder in Trondheim an. Unfassbar schon wieder hier zu sein. Kommt mir wie gestern vor, dass ich an Heiligabend im Nidarosdom saß. Und gleichzeitig war in den vergangenen Tagen so unendlich viel passiert, dass es kaum begreiflich ist, dass es nur Tage waren und nicht Wochen oder gar Monate. Nach dem Frühstück ging ich um ca. 8 Uhr für knappe zwei Stunden von Bord. Eine fast schon Standardroute durch die Stadt. Bahnhof – Gamle Bybrygge – Nidarosdom – Markt. Es folgte das Informationstreffen für unser baldiges Ende der Reise. Es war tatsächlich nur noch ein Tag bis Bergen. Im Anschluss unterschrieben Kapitän, Chefkoch und Hotel Managerin Bücher. Danach gab es an Deck etwas unfassbares zu sehen. Die Sonne. Jetzt denkt wohl jeder „die Sonne? Was ist daran so besonders?“ Ganz einfach… In den letzten Tagen hatten wir die Polarnacht erlebt. Die ist unglaublich faszinierend und niocht so dunkel und ohne Licht, wie man vielleicht denkt. Der Schnee macht alles etwas heller, der Mond erhellt die Nacht, die Sterne glitzern am Himmel, das Nordlicht tanzt, die Beleuchtung der Städte erzeugt eine rötliche Aura um die Städte, die Lichter spiegeln sich funkelnd im Wasser. Das alles ist wunderschön. Und dann sieht man so etwas alltägliches und normales wie die Sonne und ist einfach verzaubert. Unser neues Lieblings-Objekt für Fotos war gefunden. Und irgendwie tanzten wir noch ein bisschen fröhlicher über das Schiff als schon zuvor, wenngleich der Abschied immer näher rückte.

Jul og nyttår i Norge – Dag 12
(03.01.2018)

12.112.2

Die Koffer und Taschen gepackt, abgestellt vor der Kabine, ein letzter Check und dann heißt es die Kabine verlassen. In den vergangenen Tagen war sie zu einem kleinen zuhause geworden, das einen durch jede Nacht geschaukelt hat. Langsam war wirklich Zeit Abschied zu nehmen. Das Ende unserer Reise stand kurz bevor. In den vergangenen Tagen haben wir unzählige Abenteuer erlebt, Naturspektakel genossen und den Wellen getrotzt. Dank des einzigartigen Charms der MS Lofoten, die so ganz anders ist als all die großen Schiffe, haben wir uns kennengelernt und die ein oder andere Freundschaft ist entstanden. Und auch in unseren letzten Stunden an Board kamen wir noch einmal in den Genuss der Vorteile unseres kleinen Schiffes. So ging es durch die kleinsten Engpassagen, nah am Ufer entlang und mitten durch Felsen hindurch. Und dann rückte Bergen in Sichtweite. Wir waren am Ziel. Die gesamte Besatzung packte mit an unser Gepäck vom Schiff zu schaffen, wir sahen ihnen dabei zu. Als das letzte Gepäckstück das Schiff verlassen hatte, waren auch wir an der Reihe. Wir verabschiedeten uns von allen, die uns in den letzen Tagen sicher ins arktische Meer und zurück gebracht hatten und warteten am Gepäckband auf unsere Koffer und Taschen. An dieser Stelle trennten sich unsere Wege. Die einen machen sich auf in Richtung Flughafen, für mich geht es ins Hotel in Bergen, … Am Nachmittag habe ich dann noch eine Runde durch die Stadt gedreht, für mich lief alles nach Plan. Für diejenigen, die eigentlich an diesem Tag noch das Flugzeug nach Hause nehmen wollten, kam aber alles anders. Sie hätten über Amsterdam fliegen sollen, dort machte das Wetter einen geregelten Flugverkehr aber unmöglich. Erst Verspätungen und dann war klar, heute wird das nichts mehr mit dem Flug. Karin schrieb mir am Abend, sie wurden alle in ein Hotel gebracht und würden am nächsten Tag nach Hause fliegen.

Jul og nyttår i Norge – Dag 13
(04.01.2018)

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Durch die ausgefallenen Flüge am Vortag sah ich einige meiner Reisebegleiter am Flughafen noch einmal wieder. Für die, die nach Düsseldorf geflogen waren, hieß es wie für mich auch, zunächst nach Kopenhagen fliegen und dort einige Stunden auf den nächsten Flug nach Düsseldorf warten. Und eh man sich versah, saß man wieder zu Hause…

Und weil es so schön ist zum Abschluss noch ein paar Nordlichter…

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